Heute umfaßt Marlies Essers Programm die Darstellung von weit mehr als 150 Hunderassen. Der Schwerpunkt liegt mittlerweile im Vertrieb ihrer Reproduktionen auf verschiedenen Artikeln wie etwa Armband-Uhren, Emailschildern, Metallplaketten, Schlüssel- anhängern, Pins und Aufklebern.

Engagement für den Tierschutz

Neben der Darstellung von Rassehunden schlug Marlies Essers Herz schon immer für die “Modelle” selber und hier vor allem für jene, die nicht auf der Sonnenseite des Hundelebens stehen. Als engagierte Tierschützerin kümmert sie sich seit Kindesbeinen an um Hunde, deren Chancen auf ein glückliches Leben ansonsten schlecht stünden. Dabei sieht sich Marlies Esser als “Anwalt” jener hilflosen Tiere die in Not sind, die nicht selbst für sich eintreten und über ihr weiteres Schicksal entscheiden können. Mit großer Sensibilität und dem guten Auge für das Wesentliche, das sie auch als Künstlerin auszeichnet, geht Marlies Esser bei der Vermittlung von Tierschutzhunden in gute Hände vor und profitiert dabei von dem Wissen, daß sich durch Kontakte zu erfahrenen Hundekennern im Laufe der Jahre angesammelt hat. Das größte Glück besteht für sie darin, einen Hund aus dem tiefsten Elend zu ziehen und ihm an einem passenden Platz noch einige gute Jahre schenken zu können. Selbst geht Marlies Esser mit gutem Beispiel voran: Im Moment leben die vier Mischlinge “Daisy”, “Max”, “Clara” und “Stella” bei und mit ihr, gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten.

Und wie beurteilt die Künstlerin selbst ihre Entwicklung?

“Rückblickend”, sagt die Künstlerin nachdenklich über den eigenen Lebensweg, “würde ich es lieber umgekehrt machen - mich hauptsächlich mit dem Verhalten von Tieren befassen und die Malerei als Hobby wählen!” Eine große Fangemeinde hätte allerdings etwas dagegen: all jene, die sich Tag für Tag an Marlies Essers Hundeporträts erfreuen und froh sind, dass ihr Werdegang genau so und nicht anders verlief! ?

(Auszüge eines Berichts aus einer Fachzeitschrift)


Marlies Esser-Hundeporträts
Meisterlich mit feinem Strich

Marlies Esser geboren in Köthen, jetzt wohnhaft in Langensendelbach bei Erlangen, gehört zu Deutschlands etabliertesten Künstlern, wenn es um eine bestimmte Motivgruppe geht: den Hund! Vielen Hundefreunden sind ihre bestechend schönen, detailgetreuen Werke seit Jahrzehnten bekannt. Doch wie kam es zu jener Spezialisierung auf Hundeporträts, die sowohl dem Züchter edler Rassehunde gefallen, als auch dem aufs innigste mit seinem Hund verbundenen Tierfreund.

Verquickung zweier Neigungen

Über die Grafik kam Marlies Esser zur Malerei, eine Tatsache, die in jedem ihrer Hundeporträts spürbar ist. Zufall oder Fügung? Die Aufgabe ihrer Grafik-Abschlußprüfung lautete: “Federzeichnung eines Hundes”, und so nahm die Leidenschaft für die Darstellung von Hundepersönlichkeiten mit feinem Strich ihren Lauf...

Nach ihrer Ausbildung als Grafikerin in Köln, bildete sich Marlies Esser in Malerei weiter und machte sich mit der Verschmelzung ihrer Hunde- und Kunstpassion selbstständig. Fortan standen Hundemotive im Mittelpunkt ihrer Arbeit. Die Teilnahme an Jagdkunstausstellungen und regelmäßige Veröffentlichungen in Jagd- und Hundezeitschriften folgten. Während die Hundekennerin sich früher auf Privataufträge verlegte, bekamen mit der Zeit in Rassehundeporträts einen immer größeren Stellenwert. Eine Technik herrscht dabei bis heute vor, die Marlies Essers unverkennbaren Stil prägte: die Federzeichnung im Stil einer Radierung, mit der sich die Besonderheiten eines Hundegesichts und einer Rasse (und hier besonders der typische Ausdruck der Augen) herausarbeiten lassen. Ob sanft, pfiffig oder wachsam - den richtigen Blick einzufangen, hält die Künstlerin noch immer für die größte Herausforderung beim Zeichnen. Wie vorzüglich ihr dies gelingt, beweisen ihre Arbeiten, die - ob in schwarz-weiß oder in Farbe - jeden Betrachter sofort in ihren Bann ziehen.